Deutsche Nachkriegskinder rev.

Sascha Foerster - Zentrum für Alternskulturen (ZAK) - Universität Bonn

Monat: Januar 2014

Livestream-Interview bei #BloggerCamp.tv zum Crowdfunding für die Suche nach den Nachkriegskindern

Gunnar Sohn und Hannes Schleeh von bloggercamp.tv haben mich zur Nachkriegskinder-Studie interviewt und zur Unterstützung für das Crowdfunding-Projekt aufgerufen, das nur noch bis zum 6. Februar läuft. Jede Unterstützung zählt! Hintergrundinfos gibt es im Blog von Gunnar Sohn und in meinem Blog: http://ichsagmal.com/2014/01/31/jetzt-live-bloggercamp-tv-update-uber-nachkriegskinder/ http://www.saschafoerster.de/2014/01/live-interview-bei-bloggercamp-tv-zum-crowdfunding-fuer-die-suche-nach-den-nachkriegskindern/

Methoden und Variablen: Überblick über die Untersuchungen

Die Ergebnisse der Untersuchungen wurden auf verschiedenen Untersuchungsbögen festgehalten, die im Regelfall in einem Hängeordner gesammelt wurden, der genau einer Person zugeordnet war. Es gibt 12 Grundkategorien für diese Untersuchungskarten (wobei später zur Akte zusätzliche Bögen und Feinuntersuchungen hinzugefügt wurden): 1. Aktenumschlag 2. Umwelt (U) 3. Ärztlicher Befund (A) 3.3. Erbbiologische Angaben (E) 3.5. Messkarte Konstitution (M) 3.6 Photographie (Ph) 3.8. Kreislaufprobe (K) 3.9. Reifemerkmale (R) weitere ärztliche Untersuchungen 4. Psychologische Ergebnisse I & II (Psy) 5. Lehrerbericht (L) 6. Körperlich-seelisch-soziales Gesamturteil (G) 7. Feinuntersuchungen 8. Hollerith-Codes (H) 9. Weitere Untersuchungsunterlagen Überblick über die psychologischen Untersuchungen 4.01. […]

4. Psychologische Ergebnisse I und II (Psy) – Ergebnisse der Aktenanalyse: psychologische Untersuchungen

Im Folgenden wird vor allem die Kategorie der psychologischen Tests analysiert. Bei der Auflistung der psychologischen Methoden wird deutlich, dass die Untersuchungen zum einen über die Messzeitpunkte weiter entwickelt wurden und zum anderen Kinder in unterschiedlichen Entwicklungsstufen unterschiedliche Tests benötigten. Daraus resultiert eine Vielfalt an psychologischen Tests und Methoden, die in den folgenden beiden Tabellen systematisch dargestellt wird. Untersuchungstermine könnten bei späteren Untersuchungen einmal Ende Dezember und ein Jahr darauf Anfang Januar stattfinden, weswegen jedem Untersuchungszeitpunkt später ein eindeutiger Buchstabe für die präzise Zählung […]

4. Psychologische Ergebnisse I und II (Psy) – 4.27. Exploration

Die Exploration war ein teilstrukturiertes Interview, bei dem jährlich verschiedene Themen und Fragen vorgeben waren. Die Fragen dienten der Lebenslaufforschung. Dabei gab es keine klaren Zuordnungen zu Kohorten oder Jahren. Meist beinhalteten die Explorationen 3 Fragekomplexe, nämlich die momentane Situation, Einstellungen zur Vergangenheit und Einstellungen zur Zukunft. Im Verlauf der Untersuchung bestand große Freiheit über den Verlauf des Gesprächs. Das Interview wurde im Nachhinein zusammengefasst. Zumindest für alle Nachkriegskinder wurde 1959 systematisch eine Exploration mit dem Thema Filmbesuch durchgeführt. Bei allen Kriegskindern wurde nur […]

4. Psychologische Ergebnisse I und II (Psy) – 4.26. Gemeinsamkeiten finden, Bilder ergänzen, Zahlen-Symbol-Test (HAWIE)

Diese drei Tests aus dem Hamburg-Wechsler-Intelligenztest für Erwachsene (HAWIE) wurden 1961 bei den Nachkriegskindern absolviert. Quelle: Foerster, S. (2013). Von den „Deutschen Nachkriegskindern“ zu einer Längsschnittstudie der Entwicklung über die Lebensspanne. Evaluation der Methodologie einer Stichprobenreaktivierung (Diplomarbeit). Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität, Bonn, Anhang.

4. Psychologische Ergebnisse I und II (Psy) – 4.25. Einstellung (nach Riegel-Rokeach, et. al.)

Im letzten Untersuchungsjahr 1961 wurden bei den Nachkriegskindern Einstellungen mit dem Test nach Riegel-Rokeach abgefragt. Dazu wurde ein zusätzliches Auswertungsblatt ausgefüllt. Quelle: Foerster, S. (2013). Von den „Deutschen Nachkriegskindern“ zu einer Längsschnittstudie der Entwicklung über die Lebensspanne. Evaluation der Methodologie einer Stichprobenreaktivierung (Diplomarbeit). Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität, Bonn, Anhang.

4. Psychologische Ergebnisse I und II (Psy) – 4.24. Allgemeinwissen und Bilderordnen (HAWIE)

Der Allgemeinwissens-Test aus dem Hamburg-Wechsler-Intelligenztest für Erwachsene (HAWIE) (Wechsler, 1956)1 in der Version von 1955 und der Bilderordnen-Test (ebenfalls aus dem HAWIE) wurde nur an den Nachkriegskindern im Jahr 1960 durchgeführt. Quelle: Foerster, S. (2013). Von den „Deutschen Nachkriegskindern“ zu einer Längsschnittstudie der Entwicklung über die Lebensspanne. Evaluation der Methodologie einer Stichprobenreaktivierung (Diplomarbeit). Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität, Bonn, Anhang. Wechsler, D. (1956). Die Messung der Intelligenz Erwachsener. Textband zum Hamburg-Wechsler-Intelligenztest für Erwachsene (HAWIE). Bern: Huber.

4. Psychologische Ergebnisse I und II (Psy) – 4.23. Rosenzweig P-F-Test (Form für Kinder)

Der Rosenzweig P-F-Test (Form für Kinder) wurde auf einem separaten Formular 1959 an den Nachkriegskindern durchgeführt. Quelle: Foerster, S. (2013). Von den „Deutschen Nachkriegskindern“ zu einer Längsschnittstudie der Entwicklung über die Lebensspanne. Evaluation der Methodologie einer Stichprobenreaktivierung (Diplomarbeit). Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität, Bonn, Anhang.

4. Psychologische Ergebnisse I und II (Psy) – 4.22. Raven-Test (Progressive Matrices, 1938)

Der Raven-Test der progressiven Matrizen (Raven, 1956)1 wurde nur bei den Nachkriegskindern in den Jahren 1957 und 1958 durchgeführt. Aus dem Gesamtergebnissen der Einzeltestungen wurden im Nachhinein Perzentile berechnet. Quelle: Foerster, S. (2013). Von den „Deutschen Nachkriegskindern“ zu einer Längsschnittstudie der Entwicklung über die Lebensspanne. Evaluation der Methodologie einer Stichprobenreaktivierung (Diplomarbeit). Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität, Bonn, Anhang. Raven, J. C. (1956). Guide to Using Progressive Matrices. London: Lewis.

4. Psychologische Ergebnisse I und II (Psy) – 4.21. Zoo-Test (Beobachtung des Spielverhaltens)

Der Zoo-Test wurde 1957 und 1958 bei den Nachkriegskindern als Gruppenversuch mit zwei bis drei Teilnehmern durchgeführt. Die Kinder durften zusammen mit einem Figuren-Set spielen. Dabei wurde eine Verhaltensbeobachtung durchgeführt und besonders auf Dominanzverhalten, soziale Kontaktaufnahme und Gruppenverhalten geachtet. Es wurde beschrieben, wie gespielt wurde und an manchen Untersuchungsorten die Aufstellung der Figuren fotografisch festgehalten. Quelle: Foerster, S. (2013). Von den „Deutschen Nachkriegskindern“ zu einer Längsschnittstudie der Entwicklung über die Lebensspanne. Evaluation der Methodologie einer Stichprobenreaktivierung (Diplomarbeit). Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität, Bonn, Anhang.

© 2017 Deutsche Nachkriegskinder rev.. Theme von Anders Norén.