Deutsche Nachkriegskinder rev.

Sascha Foerster - Zentrum für Alternskulturen (ZAK) - Universität Bonn

Offene Wissenschaft bedeutet auch offen scheitern zu können. Und warum das nicht das Ende ist.

2003 habe ich angefangen Geschichte zu studieren. Es lag zum einen am Geschichtslehrer, der es verstand mein Interesse zu wecken und zu fördern, zum anderen faszinierte mich der Einfluss der Vergangenheit auf die Gegenwart….

Analyse der Teilnahmeentscheidungen

Die 1090 gefundenen ehemaligen Teilnehmer wurden bereits angeschrieben. Dabei wurden ihnen nebst einer Erklärung über den Ursprung und Umfang der Daten drei Entscheidungsmöglichkeiten geboten, wie mit den Akten verfahren werden soll: a) Die Akten…

Deskriptive Ergebnisse der Melderegisterauskünfte

Durch Melderegisterauskünfte bei den sechs ursprünglichen Einwohnermeldeämtern der Gesundheitsämter sind von den 4095 ehemaligen Teilnehmern (deren Akten vorliegen) bereits 1090 (27%) aktuelle Adressen wiedergefunden worden. 1981 (48%) sind außerhalb des Meldebereichs umgezogen und müssen…

Personalisierte Briefantwort bei Rückfragen

Einige Probanden hatten weitere Fragen zur Studie und den Daten. Die meisten haben ihre Fragen per Post oder per Email zugestellt. Um diese Fragen systematisch beantworten zu können, wurde eine weitere Tabelle in der…

Optimierungspotenziale

Im Folgenden werden die methodische Probleme und Fehlerquellen in den einzelnen Reaktivierungsschritten diskutiert. Dabei sollen die Schritte kritisch analysiert und Verbesserungspotenziale aufgezeigt werden. Aktenanalyse Die Analyse des vorhandenen Aktenmaterials wurde mithilfe der Anleitungen vorgenommen….

Stichprobenreaktivierung

Bei der Stichprobenreaktivierung konnten unter Bearbeitung methodischer und methodologischer Probleme 1090 von 4095 ehemaligen Teilnehmern bereits in der ersten Melderegisterauskunftsrunde bei sechs Einwohnermeldeämtern gefunden werden. Von den reaktvierten Teilnehmern sind 171 bereit an einer…

Versand personalisierter Einverständniserklärungen

Mithilfe der gefundenen Adressen konnten die ehemaligen Probanden informiert und um ihr Einverständnis gebeten werden. Dazu wurde Ihnen per Brief eine kurze Erklärung der Studie und der vorhandenen Daten übermittelt, drei Entscheidungsmöglichkeiten präsentiert und…

Forschungsperspektiven

Gerade in Hinblick auf die Fortsetzung der Stichprobenreaktivierung, bestenfalls innerhalb einer Forschungsprojekts, sollen hier die Perspektiven und Ideen gesammelt werden, die für dieses Projekt anhand der gemachten Erfahrungen für vorteilhaft erachtet werden. Dies betrifft…

Digitalisierung der Aktenfronten

Damit die ehemaligen Probanden wiedergefunden werden konnten, mussten die Angaben auf den 4095 vorgefundenen Aktenvorderseiten digitalisiert werden. Anhand der im folgenden genauer beschrieben Daten konnten die aktuellen Adressen automatisiert recherchiert und effizient verwaltet werden….

Prognose des Stichprobenreaktivierungspotenzials

Anhand der vorher aufgeführten Statistiken lässt sich nun eine Prognose für die Teilnehmerzahlen einer Nachfolgestudie errechnen. Für die Prognose der Ergebnisse weiterer Adressrecherchen wird davon ausgegangen, dass sich die momentanen Verteilungen des Adressstatus wiederholen….

Datenbankaufbau und -design

Zur Verwaltung der Datenmengen, die bei der Digitalisierung der Akten und bei der Meldeamtsrecherche anfallen, musste eine Datenbankmanagementsoftware gefunden werden, die folgende Bedingungen erfüllt: Sie soll größere Datenmengen verwalten können, beispielsweise mehrere zehntausend Bilddateien….

Forschungsziele einer reaktivierten Nachkriegskinderstudie

Im Folgenden werden zehn Forschungsthemen vorgestellt, die bei einer gelungenen Reaktivierung der Stichprobe für die Nachfolgestudie von besonderem Interesse sind. Dabei bleibt das übergreifende Forschungsziel die Identifikation von Langzeiteffekten von Kriegs- und Nachkriegskindheiten auf…

Stichprobenschwund durch Motivation

Die folgende Tabelle zeigt das letzte vermerkte Teilnahmejahr auf der Akte der Kriegs- und Nachkriegskinder, einmal als Anzahl pro Jahr und einmal in kumulierter Form, bei der man davon ausgeht, dass die Kinder bis…

Qualitative und quantitative Evaluation der Forschungsfragen

Bei den Workshops zur Vorbereitung einer reaktivierten Nachkriegskinder-Studie haben Experten verschiedene Vorschläge für Forschungsfragen gemacht, die sie anhand des bestehenden Materials und mit weiteren Untersuchungen an der reaktivierten Stichprobe erheben und beantworten möchten. In…

Reaktivierung der Nachkriegskinder-Studie

Obwohl die ursprüngliche Untersuchung der „Deutschen Nachkriegskinder“ nur von 1952 bis 1961 laufen sollte, sind Unterlagen aus den Folgejahren gefunden worden, die zeigen, dass schon damals versucht wurde das Projekt fortzuführen, was nur in…

Einpflegen der Rückmeldungen in die Datenbank

Da die Formulare manuell von den Verwaltungsmitarbeitern ausgefüllt wurden, mussten diese Inhalte wieder per Hand in die Datenbank eingetragen werden. Zur Verwaltung der Rückmeldungen aus der ersten Runde wurde in der Datenbank eine zweite…

Fazit (Diplomarbeit 2013)

Die „Deutsche Nachkriegskinder“-Studie von 1952 bis 1961 war schon zu ihrer Zeit eine enorm umfangreiche und vielseitige Studie, bei der die Datenmengen die damaligen Auswertungsmöglichkeiten bei weitem überschritten haben. Anhand der hier durchgeführten Stichprobenreaktivierung…

Forschungsfragen und Ziele der Diplomarbeit

Mit dieser Diplomarbeit sollen zwei Forschungsfragen beantwortet werden: 1. Wie viele ehemalige Teilnehmer der Nachkriegskinder-Studie lassen sich für eine Nachfolgestudie reaktivieren? 2. Welche Forschungsfragen lassen sich mit den reaktivierten Teilnehmern und deren Akten beantworten?…

Archiverschließung und Aktenanalyse

Die Materialien der Nachkriegskinderstudie befanden sich 2012 nach dem Umzug des Psychologischen Instituts an der Universität Bonn von der Römerstraße zu Kaiser-Karl-Ring und Dietkirchenstraße in Umzugskartons. Durch mehrere Umzüge innerhalb der Büroräume dortselbst gerieten…

SWR2 – Du musst tapfer sein

Vor einigen Monaten hat mich Ines Molfenter zum Stand der Nachkriegskinder-Studie interviewt, das Interview wird heute, am 19. Mai  um 10:05 Uhr bei SWR2 gesendet. Schon zu dem Zeitpunkt deutet sich an, dass es noch…

fileeeBox: Scanbox für Smartphone plus Dokumentenablage in der Cloud

Immer wieder halte ich die Augen offen nach neuen Ideen, wie man möglichst kostengünstig und effektiv die Akten der Nachkriegskinder-Studie scannen könnte. Durch Zufall habe ich bei der Bonner Netzökonomie-Konferenz NEO15 die Firma fileee…

Interview mit Rückblick auf das Crowdfunding und dem Stand der “Suche nach den Nachkriegskindern”

Es ist schon eine kleine Tradition geworden, bei der Internetkonferenz re:publica mit David Scribane über das Crowdfunding-Projekt “Suche nach den Nachkriegskindern” zu sprechen. Im Interview erzähle ich, wie das Crowdfunding abgelaufen ist, was die…

DH Summit am 3.-4.3.2015: DARIAH-Fellowship & Posterpräsentation

“Und wohin fährst Du?” “Äh, ich fahre zu einer Konferenz, da geht’s um digitale Geisteswissenschaften… *kurzes Schweigen* …da treffen sich Historiker, die sich mit Computer auskennen.” “Ach so, sag das doch direkt.” DH steht für “Digital Humanities” und obschon der Begriff gar nicht mal so jung ist und die Tätigkeit selbst noch viel älter, fällt es mir immer noch schwer einfach zu erklären, worum es bei digitalen Geisteswissenschaften eigentlich geht. Das einzige beruhigende ist, dass es nicht nur mir so geht, sondern, dass es … DH Summit am 3.-4.3.2015: DARIAH-Fellowship & Posterpräsentation weiterlesen

Deskriptive Ergebnisse der Aktenanalyse

Aus den Akten ließen sich 4095 ehemalige Teilnehmer mit ihren Adressen rekonstruieren. Diese sind aufgeteilt auf 6 Standorte (Bonn, Frankfurt, Grevenbroich, Remscheid, Nürnberg, Stuttgart), wobei die Stuttgarter Stichprobe vernichtet wurde. Nur noch Teile der Aktensammlung aus dem Jahr 1965, durchweg ohne Adresse, aber doch mit Namen, Geburtsdatum und Geschlecht und somit identifizierbar, sind übrig blieben.22In der folgenden Tabelle wird die Anzahl der Teilnehmer, deren Akten gefunden wurden, pro Geburtsjahr aufgelistet, jeweils sortiert nach Geschlecht und als Gesamtergebnis. Es gab also einige Teilnehmer, die außerhalb … Deskriptive Ergebnisse der Aktenanalyse weiterlesen

Qualitative Evaluation aller Untersuchungsbögen

Im Folgenden werden passende Untersuchungen und Untersuchungsbögen aus den Akten für die aktuellen Forschungsfragen vorgeschlagen. Eine detaillierte Analyse und Auflistung aller Untersuchungsbögen und Variablen befindet sich in Anhang I. Dort lassen sich im Detail die Untersuchungsmethoden, der Umfang der Untersuchungen und die Literatur mit den ursprünglichen Ergebnissen dieser Tests finden. Für alle Forschungsfragen sind der Aktenumschlag (Anhang VIII: 1) und der Umweltbogen (Anhang VIII: 2) relevant, da diese die Grundvariablen zur Einteilung von Kohorten, Orten und Schulklasse abbilden, aber auch die Angaben zu Familienverhältnissen … Qualitative Evaluation aller Untersuchungsbögen weiterlesen

Quantitative Evaluation der psychologischen Untersuchungen

Für die psychologischen Untersuchungen werden im Folgenden die Prognosen für die Gesamtanzahl an Akten je Untersuchung, getrennt nach Jahren, dargestellt, jeweils in einer Tabelle für die einzelnen Kohorten. Diese Schätzungen beruhen auf den Ergebnissen der Prognose in Tabelle 20 in Kombination mit der Aktenanalyse aus Tabelle 2 und Tabelle 1. Je nachdem wie lange und wann die Untersuchungen stattgefunden haben, können für die Kriegskinder voraussichtlich zwischen 161 und 3967 Aktenbögen je Test von bis zu 6 Untersuchungszeitpunkten gefunden werden. Bei den Nachkriegskindern können voraussichtlich … Quantitative Evaluation der psychologischen Untersuchungen weiterlesen

Auswertungsstrategien

Für die Auswertung der Stichprobenreaktivierung sollen vor allem Tabellen mit deskriptiven Statistiken angefertigt werden. Zum Einen geht es um die Darstellungen der vorhandenen Akten je nach Meldeort, nach Kohorten, nach Geschlecht und weiteren Variablen. Diese Ergebnisse lassen sich mit vorherigen Ergebnissen von Thomae1, Rudinger et al.2 und Costa3 vergleichen. Zum Anderen sollen die Ergebnisse der Stichprobenreaktivierung für die obengenannten Variablen analysiert werden. Hier ist es für eine Reaktivierung aufschlussreich Verluste in der Stichprobe durch Motivation, Mortalität und Mobilität zu analysieren. Die Mortalitätsrate der Stichprobe … Auswertungsstrategien weiterlesen

Stichprobenschwund durch Mobilität

Im Folgenden werden durch Georeferenzierung verschiedene Teilstichproben mit Punkten auf Karten markiert. Das erste Bild zeigt die Georeferenzierung der bereits gefundenen Teilnehmer. Im zweiten Bild werden die Länder der ausgewanderten Teilnehmer angezeigt. Das dritte Bild zeigt den Ort für die in Runde 2 zu suchenden ehemaligen Teilnehmer. Es zeigt also die zweiten Wohnorte nach dem Ursprungswohnort der ehemaligen Teilnehmer an, die noch zu suchen sind. Quelle: Foerster, S. (2013). Von den „Deutschen Nachkriegskindern“ zu einer Längsschnittstudie der Entwicklung über die Lebensspanne. Evaluation der Methodologie einer Stichprobenreaktivierung (Diplomarbeit). … Stichprobenschwund durch Mobilität weiterlesen

Stichprobenschwund durch Tod

Die Berechnung des Stichprobenschwunds durch Tod der Probanden zeigt auf, dass nur noch innerhalb eines kurzen Zeitfensters genügend ehemalige Probanden für eine Nachfolgestudie reaktiviert werden können. Im folgenden Diagramm wird die absolute Anzahl der bekannten Todesfälle pro Jahr dargestellt. Hier zeigt sich bereits anhand der exponentiellen Regressionen als Schätzer, dass im Jahr 2020 betreffen die absoluten Sterbezahlen bei jährlich 24 Probanden (etwa 8 für die Kriegskinder und 16 für die Nachkriegskinder) liegen würden. Ein Vergleich zwischen den beiden Kohorten ist in diesem Diagramm nicht … Stichprobenschwund durch Tod weiterlesen

Erfahrungsbericht: Frauenpower – Das Erbe unser Mütter und Großmütter

Artikel von Andrea Schnieber, Traumatherapeutin, Herborn Was mich in diesen Tagen bewegt, sind die Bilder anlässlich des 70. Jahrestages der Befreiung von Auschwitz, die Flüchtlinge, die aus den Krisengebieten der Welt Schutz und Zuflucht bei uns suchen, die Dresdener, die vor 70 Jahren den Bombenangriff erlebt haben und die, die in den letzten Wochen gegen die „Islamisierung des Abendlandes“ auf die Straße gingen. Hat das eine etwas mit dem andern zu tun? Es erschüttert mich, dass es auch heute – wie damals – Menschen gibt, … Erfahrungsbericht: Frauenpower – Das Erbe unser Mütter und Großmütter weiterlesen

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